Samstag, 22. Februar 2014

Anstehende Entlassung



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Das Wochenende verbringe ich wieder zu Hause, da in der Klinik tote Hose herrscht und ich habe mich auf mein Zuhause richtig gefreut (*hust* nicht nur wegen dem Internet ^^").
Am Sonntag kurz vor Abend muss ich wieder hin und dann muss ich nur noch zwei Nächte schlafen bis ich entlassen werde (auf eigenen Wunsch).
Ich hatte den Ärzten und manchen Pflegern von meinem letzten Wochenende inklusive dhc-Konsum berichtet. Mir war so übel gewesen; hatte noch nie solch' starke Kopfschmerzen verspürt. Ich musste mich acht Mal übergeben, davon ein Mal in mein Zimmer und zwei Mal vor die Haustür. Schminken konnte ich mich noch, doch ab und zu lies ich Erbrochenes im Waschbecken hinunterfließen. Da bin ich echt froh, nicht die 3/4-Flasche Hustensaft zwischen den Schultagen geext zu haben....
Bei der Einzeltanztherapie erzählte ich davon mit einem Lachen.
"Warum lachen Sie Frau Yume!? Ich finde das gar nicht zum lachen!", äffte mein Gegenüber.
Wenn ich von solchen Ereignissen berichte, dann lache ich immer aus Verlegenheit :/
Natürlich ist das eher "traurig", dumm, doof, keine Ahnung..., aber ich tue all dies, damit meine Tage nicht so leer sind, damit ich etwas zu erzählen habe bzw. etwas habe, was ich in mein Tagebuch schreiben kann.

Und dann geht es mir am kommenden Tag körperlich so schlecht, sodass ich erst nicht ins Grübeln komme, d.h. ich fühle mich seelisch nicht schlecht.
An manchen Tagen fühle ich mich normal und an manchen krank; diese Symbiose hält mich existent.
Vielleicht ist dies ein Grund, warum ich mich nie ändern werde. Wobei ich das ein bisschen möchte~, da in unabsehbarer Zeit das Gesunde vollkommen weg ist, dann ist es zu spät~
Dennoch habe ich keine Lust mehr, nach weiteren Therapeuten zu suchen, weil ich all die Fragen leid bin und am Ende werde ich wieder nicht ernst genommen und sie schieben alles auf  "Stimmungsschwankungen" oder auf ein "spätpubertierendes Verhalten". Doch jeder Arzt sagt etwas anderes zu mir:"(...) Ihr Krankheitsbild (...) Borderline (...) Persönlichkeitsstörung (...) ". Darum will ich die Klinik verlassen. Zudem bin ich die einzige Patientin ohne medikamentöse Behandlung bzw. ohne Diagnose; ergo ich bin "gesund".
Und dann kehre ich ihnen den Rücken zu, da jemand anderes den Platz im Gegensatz zu mir verdient hat.
Innerlich bin ich unzufrieden und frustriert. Fast 4 Wochen "verschindete" Zeit.
"Frau Yume, was nehmen Sie von hier mit?"
-"Narben und Specksteine".
Mit vielen Mitpatienten habe ich guten Kontakt pflegen können. Sie scheinen mir so vertraut.
Man hat viel miteinander gesprochen, aber ich gab auch mal zu:"Tut mir leid, aber ich mag gerade nicht reden". Danach wird man von der Person gelobt, zu der man diese Worte sagte:"Machst du das häufiger? Oder hast du das erst hier gelernt? Ich wünschte, ich könnte das auch...."
Am meisten hat mir die Ergotherapie "geholfen", Spaß gemacht.
Habe Tonarbeit geleistet, Specksteine geschliffen, Seidentücher bemalt und eine Collage gebastelt mit anderen. Vielleicht werde ich wieder mal etwas für mich kriieren und Schmuckarmbänder basteln.
Wie schnell die Zeit verging...
Ich hab' über 300 Zigaretten innerhalb 3 Wochen geraucht x.x
Den heutigen Tag lasse ich es mir gut gehen. Bisschen aufräumen,Klamotten oder Pokemongames bestellen und später Haare nachfärben (schwarz).
Übrigens bekam ich heute meine neue bestellte Strumpfhose,welche Anastasiya Shpagina auch hat:






Habt ein schönes Wochenende *wink*
Neko Ohren mit Glöckchen



Yume